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Pi und Shields gehören zu den großen weißen Flecken meiner µC-Weltkarte.
Ich bin von meiner kleinen PIC-Welt ausgegangen. Dort sind Analogeingänge immer gemultiplext mit I/O-Portleitungen. So kann es bei falscher Programmierung (oder eher seltener: Amok laufendem Programm) passieren, dass der hochohmig gewollte analoge Eingang ungewollt zum Ausgang mit L-Pegel wird. Dann ist es nicht mehr weit bis zum Defekt.
Diese Fehlermöglichkeit scheint auf dem Shield nicht zu existieren; dann braucht's auch den Schutzwiderstand nicht.
Ohmsches Gesetz. Am Spannungsteiler fließt zwangsweise ein Strom, den man für jeden Zweig ausrechnen kann um zu sehen was über den ADC maximal fließt.
Beim PCF8691 wäre da Iin max = 10mA.
https://www.nxp.com/docs/en/data-sheet/PCF8591.pdf
Abschnitt 13, Limiting values (Tabelle 7 auf Seite 16).
Wird der Strom an den Analogeingängen überschritten, hat man früher oder später einen kaputten Chip.
Da man den Strombegrenzungswiderstand entsprechend der Schaltung ermittelt, dürfte es eher unwahrscheinlich sein, das da schon einer auf dem Shield ist.
Ohne Vorwiderstand kann das gut gehen, aber für 10ct Einsparung einen Shield riskieren?
Muß jeder für sich entscheiden ob er ohne arbeitet.
wie soll man den Strom überschreiten, wenn man am PCF8591 einfach nur Mess-Spannungen anlegt, und wenn immer wenigstens 470 Ohm zwischen Ai und GND liegen wie bei der Phototransistor-Schaltung?
Ich halte das für Unsinn mit deinem "Schutz- oder Strombegrenzungswiderstand" zur Spannungsmessung für den PCF8591 auf dem Raspi-Shield, und das widerspräche auch allen publizierten Schaltbildern.
https://s14-eu5.ixquick.com/cgi-bin/...ebad9d37ea929e
hier im Schaltbild sieht man auch eindeutig, dass auch +Vdd und GND direkt anliegen dürfen, ohne "Strombegrenzungswiderstand".
(statt 5V gehen ntl auch 3.3V: https://www.mikrocontroller.net/part/PCF8591)
Geändert von HaWe (08.01.2018 um 22:49 Uhr)
also mir sind da bei Steckbrettübungen schon einige 'Kunststücke' gelungen, die mit der eigenlichen Schaltung nichts zu tun hatten: lose Drahtenden haben die unangenehme Eigenschaft der 'Kontaktaufnahme mit Schadensmaximierung', übermüdeter Bastler steckt Jumper direkt zwischen Vcc und GND und ähnliches .wie soll man den Strom überschreiten
Wenn es also kein hoch-präziser Messaufbau sein soll würde ich (zumindest in der Testphase) eher zu Begrenzumgswiderständen greifen.
KK
Wie bereits geschrieben, muß jeder selbst entscheiden ob er auf Schutz verzichtet.
Hatte so einen Fall, Anfang letzten Jahres in der Firma.
"Nur" eine Anpaßschaltung zwichen einer Funkschaltung (Kaufteil) mit 3V PIC und einem Raspi. Als einer der Geschäftsführer das auf meinem Schreibtisch ablud war grade die Funkschaltung das zweite mal flöten gegangen und der Raspi war einmal gestorben. So alle 3-4 Monate ging da was kaputt.
Nachdem ich mit der Schaltung durch war, hatte die "nur" 3 Widerstände mehr drin. Seit 10 Monaten ohne einen Ausfall.
Bisherige Kosten: rund 70€ für den Nachkauf des Raspi und der Funkschaltung und rund 30ct für die Widerstände.
Aber es steht ja jedem Frei zu bauen wie er will.
Geändert von i_make_it (09.01.2018 um 10:34 Uhr)
Die eigentliche Aufgabe ist ja gelöst.
Jetzt geht es um eine Schutzschaltung, die oft - aber hier mal gerade nicht unbedingt - nötig ist.
Könnte man das nicht einfach so stehen lassen?
wobei die PCF8591-internen Messwiderstände immerhin so dimensioniert sind, dass man jederzeit eine Spannungsquelle von bis zu 6V direkt anschließen kann, ohne seine ADC Input-Ports zu zerstören: nach allen professionellen und zuverlässigen veröffentlichten Schaltbildern halten das die PCF8591-ADC-Ports problemlos aus!
Das gilt auch bezüglich jeder DC-Spannungsquelle, die zur Spannungsmessung verwendet wird, egal wieviel Strom sie theoretisch sonst zur Verfügung stellen könnte, entgegen i_make_its Behauptung sind also auch "starke" Strom/Spannungsquellen erlaubt, selbst wenn sie 1000A oder mehr liefern könnten. In unserem Fall aber stammt die Messspannung ja von der Bordspannung des Raspis, und da werden es kaum mehr als 2-3A max. sein, was die liefern könnten; auch hier werden dann indes durch den PCF8591-ADC-Port nicht mehr mA fließen als sonst auch.
Und wenn der Hersteller in diesem Zusammenhang jene vielzitierten max. 10mA angibt, dann werden das IMO genau DIE 10mA max. sein, auf die der Strom durch die internen Widerstände eben nun mal *automatisch* begrenzt ist, bei max. 6V Messspannung.
Das gilt selbstverständlich nicht für versehentliche Fehlschaltungen oder höhere Gewalt, bei denen plötzlich deutlich höhere Spannungen als 6V angelegt werden - : da muss man also tunlichst aufpassen.
Und daher kann man, wenn man einen Photowiderstand oder Phototransistor korrekt wie oben skizziert verschaltet, komplett auf einen weiteren Widerstand als "Schutzwiderstand" verzichten, und man sollte es auch tun, wenn man die Messwerte des Phototransistors nicht auch noch zusätzlich verfälschen will.
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