Zitat Zitat von STartmeUP Beitrag anzeigen
Hallo,

ich möchte aus einer kleinen Platine eines Reifendrucksensors einen Schaltplan erstellen. Ich habe den Sensor zerlegt, die Bauteile abgelötet (vorher natürlich dokumentiert) und weitestgehend ausgemessen (einige Werte und Arten fehlen mir noch, da alles SMD). Anschließend habe ich die Platinenoberflächen mit 600er Schmiergelpapier bis auf die Kupferbahnen abgeschliffen und beide Seiten gescannt. Lege ich diese im Photoshop übereinander erhalte ich so schon ein ganz gutes Bild welche Bauteile wohin verbunden sind. Ähnliches machen andere im Netz auch mit wirklich großen Platinen z.B. mit durchleuchten oder Röntgen. Meine Methode ist invasiv, aber das ist mir egal

So, nun habe ich nach einer Möglichkeit gesucht aus den Leiterbahnen möglichst elegant einen Schaltplan zu erstellen.
Die Idee war, den Scan im Platineneditor in den Hintergrund zu legen, die Bauteile bzw. Lötaugen/Durchkontaktierungen zu platzieren, die Bauteile gemäß des Leiterbahnverlaufs miteinander zu verbinden und daraus dann, "schwubdiewub" einen Schaltplan zu erhalten Angeblich soll das so mit KiCad (und vermutlich auch allen anderen, wie Eagle, Target, usw.) möglich sein.
Hier ist was Gemini dazu sagt, liefert inzwischen ganz gute Tips:

Es gibt genau für diesen Anwendungsfall spezialisierte Software, die für Hobbyisten kostenlos ist. Das bekannteste Tool dafür heißt OpenRCE oder das ältere, aber bewährte Degate.


Ein extrem beliebtes, modernes Tool in der Maker-Szene ist zudem PCB_Investigator (oft als Testversion) oder das Open-Source-Projekt JBR_Reverse.

  • Wie es funktioniert: Er lädt den Scan der Oberseite und Unterseite in das Programm. Er klickt auf die Lötaugen und sagt dem Programm einmalig: „Hier sitzt R1“.
  • Der Clou: Das Programm verfolgt die Leiterbahnen auf dem Bild automatisch (per Bildverarbeitung) durch Vias hindurch und generiert am Ende die fertige Netzliste für KiCad.