Irgendwie ist wohl drahtlose oder kontaktlose Energieübertragung gerade in.
Soetwas ist durchaus machbar, das reicht vom Aufladen einer Zahnbürste bis zum Laden der Akkus von Elektrobussen mit vielen 10kW. Im Prinzip sind das alles Trafos mit nicht geschlossenem Kern oder auch reine Lufttrafos. Was sie aber alle gemeinsam haben, ist daß sie mit Frequenzen in Bereich zwischen 20kHz und 100kHz arbeiten. Mit 50Hz erreicht man da garnichts. Das kann man auch an den Induktionsherden, die ja nach dem gleichen Prinzip arbeiten, sehen. Die ersten gabs schon in den fünfziger Jahren, waren aber durch Preis und Aufwand der Röhrenendstufen nicht massentauglich. Erst seit es preiswerte IGBTs gibt, kann man 1,5kW für rund 30€ übertragen.
Ich würde mich nicht trauen, etwas ähnliches wie einen Induktionsherd selbst zu bauen. Da werden als erstes, wie in jedem Schaltnetzteil, die 230V gleichgerichtet und eine Zwischenkreisspannung von 300V+ hergestellt. Um damit umzugehen braucht man schon die richtige Ausrüstung und Erfahrung. Um jetzt an dieser Spannung einen Generator mit einigen 10kHz und einigen 100W zu bauen, braucht man auch noch die geeigneten Messgeräte. Aber auch mit 24V oder 48V kann man einige 100W erzeugen und dafür geeignete Netzteile kaufen. Das ist insgesamt eine anspruchsvolle Sache, aber durchaus machbar.
Beim Aufbau der Spulen muß man sicher einiges Lesen und viel Experimentieren. Bei den Induktionsherden findet man häufig keine großen Kerne sondern Ferittestreifen. Soetwas könnte man auch außen um die Rohrspule anbringen. Überhaupt könnte man beim Ausschlachten einer Induktionskochplatte brauchbare Teile wie z.B. große Wickelkondensatoren, Ferrite und HF-Litze gewinnen. Die IGBTs sind eher nicht zu gebrauchen, FETs passen da besser. Als passender Generator wird immer wieder der Royer Converter genannt, der in seiner Ausführung mit FETs besonders einfach gerät. Erläuterungen dazu findet man bei Jörg Rehrmann.
MfG Klebwax







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