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Ich habe noch nicht mit Lötpaste gearbeitet. Aber hast du schon einmal statt mit dem aoyue Flussmittel mit Standard kolophonium Flussmittel gearbeitet (z.b. http://www.distrelec.at/de/flussmitt...-25/p/18249468) ? Ich verwende dieses Flussmittel häufig.
MfG Hannes
Bisher noch nie in Reinform. Ich meine, in meinem alten, bleihaltigen Lötzinn war Kolophonium drin.
Wie wichtig ist eigentlich das Entfernen des Flussmittels?
Greift das die Leiterbahnen an?
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So, ich hab jetzt mal den AtMega2560 auf n Breakoutboard gelötet. Ich hab zuerst an einer Seite die beiden äußersten Pins mit dem normalen Lötkolben festgelötet. Dann hab ich mit nem Zahnstocker hauchdünn, fast gar nichts, von der Lötpaste aufgetragen und bin mit heißer Luft drüber.
Dafür dass das Positionieren des Gehäuses erstmal recht fummelig war, hats dann doch recht gut geklappt.
Die 2-3 Lötbrücken habe ich einfach mit Entlötlitze super easy entfernen können. Durchgemessen: Keine Kurzen![]()
Danke für euere Ratschläge![]()
Man muss sich da einfach nur mal rantrauen^^
Kolophonium ist nicht säurehältig. Es greift daher die Leiterbahnen nicht an (im Gegensatz zu Lötfett o.Ä.). Kolophonium ist in jedem Lötzinn enthalten (im Kern).
Soweit ich weiß gibt es nur bei präzisen Analogschaltungen Probleme (es gibt vermehrt Störungen).
@crazy harry
Hast du schon einmal statt dem aoyue Flussmittel das kolophonium der Lötpaste beigemischt?
MfG Hannes
Ich entferne Flussmittel grundsätzlich. Es sieht scheiße aus, klebt manchmal und zumindest Kolophonium leitet auch. Es ist zwar recht hochohmig, kann aber unter Umständen trotzdem stören, auch Mikrocontroller.
Ich dachte mal ich teste erst und das Flussmittel entferne ich irgendwann mal, dann gabs aber Probleme. Mit nem Multimeter durchgemessen und siehe da, Brücken mit teilweise mehreren 10kΩ Widerstand drin (und das waren definitiv keine Lötbrücken). Nach einem Ethanolbad und Einsatz einer alten Zahnbürste war die Geschichte erledigt.
Kolophonium leitet? Ich hatte noch nie Probleme damit. Ich entferne es aber nicht immer.
MfG Hannes
Ich muß sagen daß ich eine Kolophonium-Ethanol-Lösung als Flussmittel verwende. Das lötet prima und ist recht billig. Ich glaube aber daß das Ethanol nichts zur Sache tut, das Zeug siedet ja schon bei <70°C.
Aber ja...auf Lochrasterkarten habe ich damit schon Brücken verzapft, die deutlich innerhalb der Wahrnehmungsgrenze meines Multimeters lagen. Zwar meistens noch im ΜΩ-Bereich, gelegentlich aber auch schon drunter.
Ich hatte den Eindruck, dass irgendwo bei mir auch das Flussmittel geleitet hat. Allerdings weiß ich nicht, ob es das der Lötpaste war oder das zusätzliche Flussmittel, das ich zum Entfernen von Lötbrücken genutzt hatte.
Unter nem Fadenzähler konnte ich lediglich eine Lötbrücke ausschließen.
Mal was anderes zum SMD-Löten:
Wenn ich nun nen IC verlöte, ihn aber wieder entfernen muss, dann mach ich die Aufsatzdüse ab und beheize den ganzen IC als Einheit, damit an allen Seiten gleichzeitig die Beinchen heiß werden.
Ist es wahrscheinlicher, dass der IC-Kern kühl genug bleibt, um keinen Schaden zu nehmen oder ist eher davon auszugehen, dass der IC (in meinem Fall ein Mega2560) nach dem Entlöten auf diese Weise unbrauchbar ist?
So langsam finde ich Gefallen am heißluftlöten mit Lötpaste...und es kommt wirklich inzwischen vor, dass ich einzelnen Beinchen zu wenig Lötpaste verpasse und mit einem Zahnstocher etwas nachgeben muss - im Gegensatz zum Anfang, wo ich eher zu viel genommen hatte und mühselig mit Flussmittel und Entlötlitze Brücken beseitigen musste![]()
Hallo Hannes,
Kolophonium ist hygroskopisch, nimmt also je nach Luftfeuchtigkeit mehr oder weniger Wasser auf.
Typisch hat man da schon ein paar Meg Parallelwiderstand, das kann aber auch auf unter 200k runter gehen.
Kommt jetzt aber auch sehr auf die Anwendung an, ob solche parasitären Widerstände Probleme machen oder nicht.
MfG Peter(TOO)
Manchmal frage ich mich, wieso meine Generation Geräte ohne Simulation entwickeln konnte?
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