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Thema: Karosserie aus GFK

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    RN-Premium User Begeisterter Techniker
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    Kerzenwachs bietet sich an. Hängt immer von deiner Oberflächenqualität ab. Ich denke, Frischhaltefolie ordentlich gewachst sollte klappen. Kannst ja einen kleinen Test machen, ob Polyesterharz mit Frischhaltefolie eine innige Verbindung eingehen will.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Roboter-Spezialist
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    Unbedingt vorher testen, wie sich das Harz mit dem Trennmittel und dem Form-Material zusammen benimmt.

    Ich hatte einmal eine Positiv-Form aus Styrodur gebaut und mit viel Spachtel, sogar einer Lage Epoxi mit dünner Glasfasermatte und wieder viel Spachtel, Filler und Schleifen perfekt vorbereitet. Dann mit dem R&G "Trennspray" eingesprüht und eine Negativform auflaminiert (auch Epoxi). Das Ergebnis: Innigste Verbindung von Positiv- und Negativform! Nur durch Zerstörung beider wieder aufzukriegen. Selbst in kleinsten Fetzen hafteten die beiden Partner, die sich eigentlich durch das Spray trennen lassen sollten, super aneinander. Es ging immer nur der Unterbau der Positivform auseinander (Spachtelschichten und Schaumstoff trennten sich voneinander.)

    Ich hab dann die Positivform nochmal neu gemacht und die Negativform aus 2k-Silikon, natürlich sauteuer. Trennen zwischen Positivform und Silikon mit "Bremsenpaste", die hatte ich gerade da und schien mir ein recht neutrales inertes Fett zu sein. Am Silikon für das eigentliche Teil dann überhaupt kein Trennmittel, das scheint aber nur 1-2 mal gutzugehen. Ich erinnere mich noch an leichtes Kleben beim 2. Mal, aber ich weiß nicht mehr, ob ich da dann auch Bremsenpaste hauchdünn reingerieben hab.

    Wachs scheint mir ein guter Tipp zu sein, weil man es im Notfall durch moderate Wärme nicht nur weich, sondern sogar flüssig bekommt! Allerdings habe ich keine Erfahrung, wie man die Wachsoberfläche sauber bearbeitet und babypopoglatt bekommt - vielleicht durch oberflächliches Anschmelzen mit dem Fön?

    Eine weitere Frage ist, wie bekommt man es hin, daß sich das Gelcoat auf der Formoberfläche verteilt und nicht abperlt? Diese Frage stellt sich allerdings nicht, wenn man auf einer positive Form direkt das Bauteil erzeugt - dann laminiert man ja direkt mit dem Harz los und muß nur am Schluß außen mit immer feineren Glasgewebematten und üppigem Tränken für eine glatte Oberfläche sorgen. Gewichtssparend ist das allerdings nicht. Oder man akzeptiert, daß man die oberste Glasfaserlage wieder halb herunterschleift, um eine glatte Oberfläche zu bekommen.

    Schwätzt der Tom aus seinen Erfahrungen so dahin...
    Viele Grüße

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von Geistesblitz
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    Zum Trennen kann man richtiges Trennwachs nehmen. Das ist mit Petroleum oder ähnlichem Verdünnt und lässt sich wunderbar verteilen. Nach dem Einreiben noch etwas ausdünsten lassen und polieren und schon sollte das gehen. Das Gelcoat perlt auch nicht wirklich davon ab. Dass Laminat und Form eine gewisse Verbindung eingehen, lässt sich aber selbst damit nicht immer verhindern, wie wir herausfinden mussten *g*.
    Jedenfalls hatten wir eine schöne Leichtbaukarosserie für ein Kleinfahrzeug (Uni-Projekt) laminiert, 2,5m lang, 50cm breit und jeweils 30cm hoch (waren 2 etwa gleich große Hälften). 0,8mm dick, jeweils etwa 2kg schwer und durch Versteifungselemente auch stabil. Allerdings haben wir die auch mit Vakuum in eine gefräste Negativform gezogen, um überschüssiges Harz abzusaugen.
    Was als Trennmittel auch gut sein soll ist flüssige Trennfolie zum Aufpinseln, die sich beim Entformen mit ablöst. Einfach mal im R&G-Shop umsehen, da sind auch ein paar Videos, die ganz informativ sind. Oder auf Youtube gibts auch Videos von Laminierprozessen. Ich kann dem aber auch nur Zustimmen, dass Laminieren immer eine riesen Sauerei ist^^

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär Avatar von oberallgeier
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    Zitat Zitat von Geistesblitz
    ... dass Laminieren immer eine riesen Sauerei ist ...
    Ich hab schon das eine und andere Teil, teils große Flügel und teils sehr extrem gewichtssparende Konstruktionen (Gelcoat hauchdünn, viel Kohle zusammen mit dem absoluten Minimum an Harz) laminiert. Wichtig ist eine gute Absprache und Zusammenarbeit im Team, Leute mit sehr guter Feinmotorik und eine sehr präzise Choreographie der Teammitglieder. Das verhindert Sauereien. Probleme beim Entformen kenn ich bisher nicht.
    Ciao sagt der JoeamBerg

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von Geistesblitz
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    Bei einem eingearbeiteten Team mag das gehen, aber nicht, wenn man das vll. 1-2 mal im Jahr macht.

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