@Bunsenbrenner: Du sagt, du bist kein Lobbyist, aber du schreibst wie einer!
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@Bunsenbrenner: Du sagt, du bist kein Lobbyist, aber du schreibst wie einer!
Um für sich selbst eine Entscheidungshilfe zu bekommen, ob man die Kernenergie für sinnvoll, akzeptabel oder überflüssig hält, braucht man zunächst die Information darüber, wie hoch denn der Anteil Strom aus AKW in unseren Netzen überhaupt ist.
Dazu kommen die Umweltschäden der Kernenergie im laufenden Betrieb (speziell Endlagerung der abgebrannten Elemente)
Und natürlich die Risiken, falls so nen Ofen mal "platzt".
Diskutiert wird meistens nur die Dritte Zeile
Die Zweite Zeile wird auch öfters mal angesprochen.
Von der Ersten Zeile in meinem Beitrag ist aber so gut wie nie die Rede.
Ich lasse bewusst die Antwort weg![]()
Josef
http://www.kernenergie.de/kernenergi...eutschland.php
Energiemix in Deutschland
Der Anteil der Kernenergie an der Bruttostromerzeugung betrug 2013 mit 97,3 Milliarden Kilowattstunden (kWh) 15,4 Prozent. Bei der sogenannten Grundlast, also der Stromversorgung rund um die Uhr, lag der Kernenergieanteil 2012 bei 35,7 Prozent.
Primärenergieverbrauch in Deutschland
Der Primärenergieverbrauch betrug 2013 in Deutschland nach Berechnungen der AG Energiebilanzen 477,7 Millionen Tonnen SKE.
Energieträger Millionen t SKE Anteil in Prozent Mineralöle 158,2 33,0 Erdgas 107,5 22,5 Steinkohle 60,7 12,7 Erneuerbare Energien 56,4 11,8 Braunkohle 55,4 11,6 Kernenergie 36,1 7,6 Sonstige (einschl. Stromaußenhandelssaldo) 3,4 0,8 Gesamt 477,7 100,0
Manf, fairerweise sollte man erwähnen, dass es bei der Energiedebatte hier um Elektroenergie für die Steckdose geht.
Der Energiemix sieht dort nämlich anders aus:
Externes Bild anzeigen
Deine Tabelle bezieht ja den Verkehr mit ein, der den Hauptanteil an Mineralöl hat und somit die Debatte verzerrt.
Die Grundlast in D kommt hauptsächlich aus Braunkohle 57%, Kernenergie 35,7% und Wasserkraft 7,3%
Gruß, Michael
Das Problem beim Abschalten der Kernkraftwerke ist, dass sich das Kuchenstück einfach in Richtung Braun- und Steinkohle verschiebt. Was umwelttechnisch auch nicht gerade günstig ist. Der Anteil der erneuerbaren Energien wird in naher Zukunft nicht so schnell wachsen.
Trotzdem ist der Ausstieg aus der Atomenergie zwingend erforderlich, zumal Deutschland hier Weltweit den Vorreiter gibt. Andere Länder spielen durchaus mit dem Gedanken, auch aus der Atomenergie auszusteigen, wollen aber erst mal sehen ob Deutschland das schafft. Zitat: "Wenn es die Deutschen nicht schaffen, dann schafft es keiner!"
Mich würde vor allem Interessieren wie es geht, dass die Franzosen ihre unsicheren Kraftwerke direkt an die deutsche Grenze stellen dürfen. So nach dem Motto: Wir profitieren vom Strom aber das Risiko teilen wir mit euch! Wie kann sowas legal sein.
zwar schon ziemlich lange tot dieser Thread, dennnoch scheinst du zu verkennen, dass
- international immer noch das Hohheitsrecht für alle Staaten auf ihrem eigenen Grund und Boden gilt,
- andererseits sind auch Lingen/Emsland, Philippsburg 2 und Isar2 (ebenfalls) nicht weit von der deutschen Staatsgrenze zu den Nachbarländern entfernt,
- und spätestens Tschernobyl hat bewiesen, dass selbst eineinhalbtausend Kilometer Abstand nach Osten hin (trotz überwiegend Westwindzone) kein Hinderungsgrund für radioaktive Verstrahlung von Millionen von Quadratkilometern bei einem Supergau sind.
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