Super - da sind echt ein paar Ideen dabei, auf die ich noch gar nicht gekommen bin.

Das mit den Fragmenten und mit der Fixierung in der richtigen Halterung ist an sich schon ein guter Gedanke, allerdings gefällt es uns nicht so, daß wir damit das Glas in die richtige Form "zwingen", sprich innere Spannungen produzieren. Das Ding muß schließlich im Vakuum und gravitationsfreien Zustand, ausgesetzt extremer Temperaturen, über mehrere Jahre zuverlässig stabil sein. Und, wie Du schon sagst: das Gesamtgewicht ist auch ein Problem. Diese Spiegelschälchen, die wir zur Zeit testen, sind ja eh schon nur Fragmente vom Gesamtaufbau.

Die Luftdruck-Sache ist übrigens zur Zeit im Aufbau: ich versuche einfach, eine Wassersäule von 1,35 mm aufzubauen und konstant zu halten. Momentan ist der Topf mit dem Spiegel noch nicht dran, sondern nur der Druckmesser, und ich wundere mich doch sehr, daß das Ganze sogar halbwegs stabil aussieht (die letzten zwei Stunden hat der Druck zwischen 10 und 25 Pa geschwankt, und den Meßbereich des Druckmessers noch nicht überschritten). Frei nach Pi mal Daumen müßte das Ding doch extrem temperaturempfindlich sein: die 13,5 Pa sind ~1/10000 des Luftdrucks, ergo wird dieser Druck bereits erzeugt, wenn die Luft unter dem Glas ihr Volumen um 1/10000 ändert. Und so eine Volumenänderung haben wir bereits bei Erwärmung um, naja, so 0,025°C.

Das mit dem Winkel des gekrümmten Glases ist die nächste Sache: es handelt sich wohl um etwa 6° zwischen Tangente am Glas an der Stelle, wo es aufliegt, und der Waagerechten. Kann man wohl (erstmal) vernachlässigen...

Die Platte ist übrigens wirklich überall gleich dick - da achten sie schon beim Formen des Glases drauf, weil es (mit der momentanen Methode) sonst sofort Abweichungen in der Spiegelform gibt.

Das aerodynamische Paradoxon ist eine prima Idee (ich mag physikalische Tricks!). Allerdings hab ich damit noch gar nicht gearbeitet und hab grad gar kein Gefühl dafür, was man da wohl für Drücke bräuchte, und vor allem wie konstant man die halten kann. Frage: funktioniert das denn wirklich auch, wenn die untere Platte bereits konkav ist? Und ist das dann nicht ziemlich schwierig, den korrekten Abstand / Druck zu bestimmen?