Habe selbst schon fast die ganze Familie von Microchip programmiert.
Vom 12F,16F, extrem viel mit 18F und neuerdings erst mit den 24er.
Es gibt eigentlich keinen PIC der nicht einen zugehörigen Errata Sheet
besitzt. Trotzdem bin ich eigentlich sehr zufrieden mit den Controllern.
Eingesetzt werden sie von mir für medizintechnische Anwendungen
und privat für diverse Kleinigkeiten unter anderem für Fernsteuerungen
für Mini Autos, Drehzahlregler, Servosteuerunge usw.
Der 24er ist für mich auch noch recht neu, man sollte sich jedoch nicht abschrecken lassen von den Errata Sheets, klingt viel " grausamer"
als es ist. Der Fehler z.B, den ich hier im Forum beschrieben habe,
wird mit einem C-Compiler wahrscheinlich niemals auftauchen.
Ich programmiere aber seit jeher alle PICs in Assembler und bin immer
wieder dabei durch gezielte Programmierung hier und da einen
Ausführungszyklus einzusparen. Gibt zwar meist nicht den wirklichen
Sinn, aber so bin ich nunmal. Wenn es um mathematische Funktionen
geht, ist die 24er Serie den 18F Typen weit überlegen. Weit muss hier aber
extra betont werden, denn ich habe Wochen verbracht um dem 18er
das Rechnen beizubringen. Alleine die Vorzeichen gerechte Abfrage von
kleiner, größer, gleich im 16 oder 24 Bit Format hat einiges an Nerven
gekostet, das hat der 24er alles schon von Hause aus.
Vorzeichen gerechtes Multiplizieren Dividieren, Vergleichen mit dem 24er in Assembler absolut kein Problem mehr. Der gesamte Code generell wird sehr kompakt. Wenn man also etwas mehr an Permomance braucht, kann
ich Dir dir 24er oder dsPICs wirklich empfehlen.
Sieht man sich im Errata Sheet z.B. die Fehler des UARTs an, sollte man
denken, der kann wohl niemals richtig funktionieren. Aber ich habe ohne
Umwege die RS232 programmiert und diese läuft absolut einwandfrei.
Mit einem C-Compiler habe ich noch nie gearbeitet, liegt wohl am Preis
aber evtl. kannst Du mir ja deine Erfahrung damit mal kurz erläutern.
Ich scheue mich davor, da ich der Meinung bin, ich kann dann den Code nicht mehr 100 Prozentig nachvollziehen. Ich möchte möglichst immer genau aufs Bit wissen was der Prozessor macht. Wie sieht es eigentlich mit
Bibliotheken aus, bekommt man da auch die Quellcodes ?

mit freundlichen Bits
Bernd Sirozynski