Vielleicht etwas OT, aber ich zeige mal, was ich die letzten Tage gemacht habe:
------------------------------------------------------------------------------------
Bild hier  
Auf dem Steckbrett ist eine einfache NE555 Schaltung aufgebaut. Die linke hälfte ist ein NE555 bipolar als astabiler Vibrator geschaltet - d.h. er generiert ein Taktsignal mit ungefähr 11kHz. Der Duty Cycle ist 90%.

In der rechten Hälfte ist die "Leitungselektronik". Ich habe zwei Mosfets, ein p-channel als highside, ein n-channel als lowsider, in Reihe geschaltet. Ganz mutig nenne ich das "Halbbrücke" :P Ganz rechts sind die mosfets (aus einem Laptop geschlachtet. Vorsichtig, der Gateanschluss bröckelt nach 2x biegen weg). links von den Mosfets an den blauen und schwarzen beinchen sind die Anschüsse für die Gates. Das Gate wird dabei über 100R geladen, über Diode + 100R entladen.

Die internen Dioden der Fets fangen eventuelle Induktionsspannungen auf. Dazu ist ein (ich nenne es so ) "aktiver Freilauf" über den oberen Mosfet integriert. Ich verwende die Schaltung in erster Linie zum spielen, in zweiter um Akkus zu quälen. Die alten defekten Bleiakkus liefern danach wesentlich höhere Ströme, werden nicht ganz voll, aber sie fangen vor allem nicht an zu gasen. Über den lowside switch werden die ~15V auf die Pole gegeben. Der highside switch schließt die Pole dann kurz. Motoren funktionieren auch.

Bild hier  
Ich wollte vor allem wissen, wie das mit dem shoot-through aussieht. Bei 11kHz kein Problem. Auf dem Bild ist oben das Netzteil zu sehen, darunter wird die Versorgungsspannung dargestellt. Trotz Steckbrett sind die Einbrüche im Umschaltmoment sehr schwach. Der Verbrauch durch die Mosfets ohne last ist <10mA.

Bild hier  
Ist das highside Gate. Hier habe ich den Widerstand von 100R auf 50R verringert wegen der höheren Gatekapazität. Für Steckbrett ist das Signal recht sauber.

Bild hier  
Und noch das lowside Gate. Auch sehr schön - finde ich

Bild hier  
Und hier noch die Spannung am Akku (12V, 7,2Ah Bleigel), das eigentlich interessante. Der Strom ist wie im ersten Bild <0.5A. Trotzdem stellen die Anschlüsse schon eine starke Induktivität dar, wie man an den Überschwingern sehen kann. Ich möchte nicht wissen, wie das bei 10A aussieht. Bei 20A fangen die Kabel schon an zu zucken...

Das ganze bleibt kühl. Beim lowside mosfet ist bei 3A noch keine Erwärmung festzustellen. Den highside schließe ich inzwischen über einen Leistungswiderstand kurz, damit die Wärme weiß wo sie hingehen soll
Die Akkus haben nach dem Laden doch merklich mehr "Druck". Einzig die 11kHz bringen mich um

------------------------------------------------------------------------------------


Warum das ganze? Einfach hochskalieren auf 70A Schön auf Platine aufbauen, shottky paralell zu den Mosfets (sind schneller) und deinen hallsensor irgendwie(TM) auswerten. Der NE555 kann 170mA treiben.

Und für alle die, die meinen das ist lahm: Das ist nur zum üben! Und allein das hat schon seeeeeeeeehr viel Zeit gekostet. Sobald man etwas real macht, funktioniert es nicht so wie man es sich vorstellt


EDIT: Damit das ganze etwas on topic wird, habe ich noch meinen Scheibenwichermotor drangehängt. Das ist das gute Stück:
Bild hier  

Noch ein Foto von der unbelasteten Halbbrücke:
Bild hier  

Und mit Motor:
Bild hier