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No offence taken![]()
Zurück zum Thema: Im Datenblatt steht unter "Vcesat Total Drop" ein Spannungsabfall zwischen 1.8 und 4.9V (auch abhängig vom Strom) Maximaler Spannungsabfall ist bei maximaler Stromentnahme.
Wenn das zuviel ist, geht alternativ der L6203. Der benutzt FETs, allerdings hat der auch 0,3Ohm Widerstand, was für FETs schon reichlich ist.
Ja es ist wirklich nice dass man hier normal miteinander reden kann![]()
@ogni42:
Hab auch schon den L6203 in Betracht gezogen...
Aber ich hätte zu dem ne Frage und zwar, was die Bootstrap-Kondensatoren eigentlich bewirken??? Im Datenblatt steht was von Ladungspumpe aber ich weiß (hoffentlich richtig geschrieben) nicht mal was ne Ladungspumpe ist.
Könnt ihr mir Klarheit verschaffenMfg Cri
Da die FETs aus dem Logik-Teil der Schaltung (der mit 5V läuft) angesteuert werden, muss man "irgendwie" eine höhere Spannung bekommen, da die FETs eine Ugs von 10V brauchen, um sicher durchzuschalten.
Das wird durch eine sog. Ladungspumpe erreicht. Die benötigt, grob gesagt, dreierlei: Einen Oszillator, mindestens zwei Dioden und mindestens zwei Kondensatoren. Oszillator und Dioden sind intern realisiert, die Kapazitäten müssen extern beschaltet werden, das sind die erwähnten Bootstrap-Kondensatoren. Mit dieser Schaltung erreicht man nahezu eine Verdopplung der Spannung am Eingang der Ladungspumpe (also von 5V auf ca. 10V). Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Ladungspumpe oder www.sprut.de.
Die Kapazität muss, so sagt es das Datenblatt, signifikant, hier: 10mal, größer gewählt werden, als die Gate-Kapazität der FETs.
Theoretisch könnte man die Schaltspannung auch aus Vs erzeugen (z.B. durch einen Spannungsteiler). Das wäre aber sehr aufwändig wegen:
- Verlustleistung. Vs kann ja bis 60V betragen.
- Spannungskonstanz. Ugs darf einen Maximalwert nicht übersteigen (typ. 18-25V)
Sehr gut erklärt.Vielen Dank.
Im Datenblatt steht (Seite 11),dass man für die Kondensatoren 10nF wählen sollte. Stimmt das oder hab ich da was überlesen oder weiß ich da was nicht?
Nochmal,danke für die gute Erklärung!
Mfg Cri
Gern geschehen.
Richtig, mindestens ("at least") 10nF. So wird das auch in der Beispielschaltung verwendet. Zu groß darf der Wert auch nicht werden. Im Datenblatt steht was von current spikes am Sense Pin. Ich vermute mal, dass dann die FETs so schnell "aufgerissen" werden, dass der komplementäre FET noch nicht vollständig geschlossen ist, wodurch kurzzeitig ein Kurzschluss entsteht.
Mit 15nF bist Du wahrscheinlich auf der sicheren Seite.
Netter Seiteneffekt des 6203 ggü. L298: Du kannst mit höheren PWM Frequenzen arbeiten, was insbesondere bei kleinen Motoren zu besseren Regeleigenschaften führt.
Hallo,
und wieviel Leistung geht verlohren wenn man diese Schaltung mit FET aufbaut? Bzw. ich Suche eine Beschaltung nur für Rechts-Linkslauf(einfach max. Leistung am Motor) um diese auf einer akkubetrieben Platine zu verwenden. Also sollte nicht nur die Verlustleistung sondern auch die Standbyeleistung sehr gering sein!
lg martin
P_verlust = Rds_on*I^2 + schaltverluste
schaltverluste = Verluste, die durch das Umladen der Gatekapazitäten der FETs entstehen.
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