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Erfahrener Benutzer
Robotik Einstein
Nö, eher beim Anlauf. Die Leistung sollte sich auf die Nennspannung und Nennlast beziehen.
Hat der Motor eine Typenschild? Was steht denn da alles drauf? Oder hat er eine Typenbezeichnung? Hast du schonmal nach einem Datenblatt gesucht?
Wenn es passieren kann, das der Motor auch mal still steht/blockiert, musst du mit noch viel mehr Strom rechnen!
Und wenn er an 'nur' 12V hängt musst du auch den Leitungswiderstand beachten.
U=R*I
U wäre der Spannungfall über die Leitungen
R der Leitungswiderstand (nehmen wir aus Spaß einfach mal 0,5 Ohm an)
I der Strom (sagen wir mal die errechneten und gerundeten 30A)
Dann hättest du bei einer zu dünnen Zuleitung eine Spannungfall auf der Leitung von 15V!!! (Und das bei 12V Spannung
)
Die 15V können nicht abfallen! Aber der Motor wird nie anfangen sich zu drehen.
Du musst auch die Übergangswiderstande der Klemmstellen/Stecker beachten. Nimm mal einen Wert von 0,1 Ohm an als Übergangswiderstand. Rechne mal den Spannungsfall aus. Ich komme auf 3V. Und dann P=U*I. Also 3V mal 30A, sind 90 Watt, die an der Stelle in Wärme umgewandelt werden. Das reicht schon das billige Stecker anfangen schön warm zu werden und dann verformt sich das Plastik und die kannst die Steckverbindung nicht mehr trennen weil es nur noch eine Klumpen ist.
Wichtig ist auch die Spannungsquelle. Sie muss die hohen Ströme bereitstellen können. Und der Innenwiderstand der Spannungsquelle ist auch nicht sooo unwichtig. Über ihn geht auch Leistung verloren. Diese Leistung wird auch in Wärme umgewandelt. Und die ganzen Verlustleistungen stehen dir am Motor nicht mehr zur Verfügung!
Das schlimme an den Verlusten ist aber, das du die Summe aller Verluste nicht von der Nennleistung des Motors abziehen kannst, sondern das du nachher eine kleinere Spannung am Motor hast und die Leistung mit dem Wirkwiderstand des Motors neu berechnen kannst. Dann wirst du sehen, das der Motor viel weniger Leistung hat.
Also, Stecker und Klemmstellen gut aussuchen! Nicht zu dünne Leitungen verwenden. Und auf die Spannungsquelle achten.
PS: Es hat schon einen Grund, warum es Hochspannungsleitungen und nicht Hochstromleitungen für die Versorgung der Haushalte und Industrie gibt
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